Raumklima › Ratgeber

Wäsche in der Wohnung trocknen: Wie viel Wasser das ist und wohin damit

Wäsche auf dem Ständer ist die größte einzelne Feuchtequelle in vielen Wohnungen. Mit drei Zahlen weißt du, ob dein Raum das verkraftet.

Wie viel Wasser in der Wäsche steckt

Nach dem Schleudern mit 1.400 Umdrehungen bleibt etwa die Hälfte des Trockengewichts als Wasser in der Wäsche (Richtwert). 5 kg Wäsche bringen also rund 2,50 Liter Wasser mit. Bei 1.000 Umdrehungen sind es 3,00 Liter, bei 1.600 Umdrehungen 2,25 Liter. Schneller schleudern ist der einfachste Entfeuchter.

Die Luft allein schafft das nicht

50 m³ Luft können bei 20 °C insgesamt höchstens 862 g Wasser tragen – und sie sind ja nicht leer. Von 50 auf 100 % passen gerade 431 g hinein. Ohne Luftaustausch steigt die Feuchte also schnell, die Wäsche trocknet immer langsamer, und das Wasser landet an Fenstern und Außenwänden.

Weg 1: Lüften

Bei 0 °C und 80 % draußen trägt ein Luftwechsel bis zu 337 g hinaus, wenn du den Raum bei 60 % hältst. Für die ganze Ladung sind das rund 7,4 Luftwechsel – verteilt über die Trockenzeit. An Wärme geht dabei mit der Luft 2,5 kWh verloren. Bei mildem Regenwetter brauchst du ein Vielfaches an Luftwechseln; dann ist ein anderer Raum oder ein Gerät die bessere Wahl.

Weg 2: Luftentfeuchter

Ein Beispielgerät mit 300 Watt und 20 Litern Nennleistung holt im Wohnraum rund 8 Liter am Tag aus der Luft (Richtwert 40 % der Nennleistung). Für die Ladung braucht es etwa 7,5 Stunden und 2,25 kWh Strom – bei 35 Cent je kWh 0,79 €. Tür zu, Fenster zu, Gerät nah an den Ständer: So arbeitet es am besten. Der Strom bleibt als Wärme im Raum.

Warum der Raum auskühlt

Verdunsten braucht Energie: 0,68 kWh je Liter. Für 2,50 Liter sind das 1,7 kWh, die die Wäsche der Raumluft entzieht – die Heizung liefert sie nach. Der Entfeuchter gibt genau diese Wärme beim Kondensieren zurück; beim Lüften geht sie mit dem Wasserdampf nach draußen.

Was du vermeiden solltest

Luftentfeuchter für deinen Fall berechnen

Die Rechner stellen keinen Schimmel fest. Sie zeigen, wann die Bedingungen dafür günstig werden. Bei sichtbarem Befall, der größer ist oder wiederkommt, bei nassen Wänden, muffigem Geruch ohne erkennbare Ursache oder gesundheitlichen Beschwerden gehören Fachleute ins Haus (Bausachverständige, Fachbetrieb) – bei Beschwerden eine Ärztin oder ein Arzt. Diese Seiten sind keine Gesundheits- und keine Rechtsberatung.

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